Zypern: Ikonen und Windräder

Das Kykko-Kloster zählt nicht nur zu den berühmtesten Abteien Zyperns, es ist in der gesamten orthodoxen Welt bekannt für seine einzigartigen Ikonen.

Versteckt in den Wäldern des Troodos-Gebirges liegt das Kykko-Kloster, das im Jahr 1100 gegründet und der Jungfrau Maria geweiht wurde. Seinen Namen verdankt das reichste und mächtigste Kloster Zyperns den Koukous genannten Ebenholzbäumen, die in früheren Zeiten auf dem Anwesen standen. Die Klosterkirche bietet eine außergewöhnliche Ikonensammlung und ein kleines Museum, in dem die schönsten Stücke aus dem reichen Fundus zu sehen sind.

Ein Engelsgeschenk
Berühmt ist das Kykko-Kloster vor allem wegen einer der drei gemalten Marien-Ikonen. Diese soll vom Heiligen Lukas auf Holz, gestiftet vom Erzengel Gabriel, gemalt worden sein. Mit Silber beschlagen und in einem kostbaren Rahmen eingefasst, beherrscht sie den Ausstellungsraum. Auch liturgische Gewänder und andere Gebrauchsgegenstände der Diener Gottes sind in den Räumen zu sehen. Das Museum von Kykko ist von November bis Mai täglich von 10 bis 16 Uhr und Juni bis Oktober 10 bis 18 Uhr für Besucher geöffnet.

Heute bewohnen noch etwa 20 Mönche das Kloster, von denen die Hälfte jedoch die meiste Zeit in der Verwaltung des Kykko-Klosters in der Neustadt von Lefkosia verbringen, um den Klosterbesitz zu beaufsichtigen. Religiöse Feste finden wöchentlich noch im Kloster statt: Sonntags und auch an Feiertagen gibt es Taufen und Hochzeiten.

Das Tal der Windmühlen
Wenn es etwas profaner sein darf: Windmühlen und schöne Sandstrände gelten als typische Sehenswürdigkeiten von Protaras, einer Stadt im Osten Zyperns in der Nähe von Agia Napa. Das Tal der Windmühlen ist insbesondere in den späten Nachmittagsstunden empfehlenswert, wenn die Windräder sich kontrastreich vom blauen Abendhimmel abheben.

Der Aufstieg lohnt: Auf einer isolierten Felsenkuppe in Protaras befindet sich die kleine griechische Kirche Agios Ilios. Wer bis zur Spitze des Felsens steigt, kann die Kapelle besuchen und hat zudem einen weit reichenden Blick über die Region und das Mittelmeer. Geübte Wanderer können von Protaras auch in rund zwei Stunden nach Agia Napa laufen oder erreichen das Kap Greko nach etwas über zwei Stunden.

(ecada/Alexander Bagnioli)